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Knochenmarkspende

Die Knochenmarktransplantation ist in erster Linie bei bösartigen Blutkrankheiten (z.B. Leukämie) angezeigt. Diese Krankheiten sind in der Regel Erkrankungen der weißen Blutzellen und führen in vielen Fällen zum Tode des Patienten. Unter normalen Umständen gibt es keine erkennbare Veranlagung für diese Krankheiten. Jeder kann betroffen sein.

Jährlich erkranken in Deutschland mehrere tausend Menschen an Leukämie. Für diese Patienten, darunter  viele Kinder, bestehen bislang zwei Behandlungsmöglichkeiten: die Chemotherapie und die Knochenmarktransplantation, wobei die Transplantation oft die einzige Heilungsmöglichkeit darstellt. Während die Chemotherapie an vielen Kliniken durchgeführt wird, gibt es bislang nur wenige Zentren, in denen Knochenmarktransplantationen vorgenommen werden. Hierzu verwendet man Knochenmarkzellen nach Möglichkeit von Familienangehörigen, die in den sog. HLA-Gewebemerkmalen (HLA = Humane Leukozyten Antigene) mit dem Patienten übereinstimmen müssen. Leider findet man für mehr als die Hälfte der Patienten kein HLA-verträgliches Familienmitglied. Die einzige Möglichkeit besteht  dann in der Suche nach einem mit dem Patienten nicht verwandten, freiwilligen Knochenmarkspender.

Der entscheidende Engpaß bei dieser Suche  ist die noch zu geringe Anzahl der registrierten freiwilligen Spender. Es ist nämlich eine sehr große Spenderzahl notwendig, um zumindest eine Person zu finden, die mit dem Patienten übereinstimmende HLA-Merkmale besitzt. Dies ist zum einen durch den Aufbau möglichst großer Knochenmarkspender-Register in Deutschland und zum anderen durch eine weltweite Zusammenarbeit der internationalen Register zu erreichen. Kooperationen mit Zentren in Europa und den USA bestehen.

Die Knochenmarkzellen befinden sich im Knochengerüst und dienen der Blutbildung. Sie können durch eine Punktionsnadel angesaugt werden. Am besten zugänglich ist das Knochenmark des Beckenkamms. Die Knochenmarkentnahme erfolgt unter sterilen Bedingungen und dauert etwa eine Stunde. Um die Knochenmarkzellen sicher und schmerzlos entnehmen zu können, erhält der Spender eine Vollnarkose. Das Risiko einer lebensbedrohlichen Komplikation durch diese Narkose wird heute mit 1:50.000 angegeben. Dieses Risiko ist bei gesunden Personen sicher geringer, die genaue Größe unbekannt. Die entnommene Menge an Knochenmarkzellen wird im Körper innerhalb weniger Wochen nachgebildet. Jeder Spender wird vor der Knochenmarkentnahme eingehend ärztlich aufgeklärt und untersucht; der stationäre Aufenthalt beträgt 2-3 Tage. Evtl. entstehende Unkosten (Verdienstausfall, Krankenhausaufenthalt , Fahrkosten usw.), werden von der Versicherung des Patienten übernommen und von uns erstattet.

Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, daß Knochenmark nicht mit Nervengewebe des Rückenmarks zu verwechseln ist!

Wenn Sie nach reiflicher Überlegung bereit sind, Patienten ohne gewebeverträglichem Familienspender zu helfen und zwischen 18 und 56 Jahre alt sind, werden Sie gebeten, eine Einverständniserklärung auszufüllen und mit Ihrer Unterschrift versehen an die unten ausgewiesene Anschrift zu senden.

Für die Bestimmung Ihrer HLA-Gewebemerkmale werden 10 ml heparinisiertes Venenblut benötigt. Aus Kostengründen werden zunächst Ihre HLA-A,B,C Blutgruppenmerkmale untersucht. Ein Teil der aus Ihrem Blut gewonnenen weißen Blutkörperchen wird bei uns aufbewahrt, um sie ggf. für die HLA-DR,DQ Merkmale testen zu können. Bei Übereinstimmung mit einem Patienten sind weitere Blutteste erforderlich. Ihre persönlichen Daten und HLA-Merkmale werden in der Knochenmark- Spenderzentrale Essen gespeichert. Damit im Falle einer Anfrage nach einem Knochenmarkspender die Suche schnell durchgeführt werden kann, werden Ihre HLA-Merkmale und eine verschlüsselte Personenkennziffer an die zentralen Register in Deutschland (ZKRD Ulm) und in den USA (NMDP Minneapolis) weitergegeben. Ihre persönlichen Daten werden – außer für die eigentliche Knochenmarkspende – keiner anderen Institution zugänglich gemacht. Ihre Einverständniserklärung zur Knochenmarkspende ist keine unwiderrufliche Zusage. Für den Fall, daß Sie wirklich für eine Spende in Frage kommen, wird Ihnen in einem ausführlichen persönlichen Gespräch die Gelegenheit gegeben, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Sollten Sie noch Fragen haben, so sind wir gerne bereit, Ihnen weitere Auskunft zu geben.

Knochenmark - Spenderzentrale Essen      
c/o Institut für Immunologie         
Virchowstr. 171                  
45122  Essen

Tel.(0201) 723-4353
Fax (0201) 723-5952
E-Mail 7056642@mcimail.com

  


 

Anschrift

Förderverein
zugunsten krebskranker Kinder Krefeld e.V.

Bleichpfad 74
47799 Krefeld

Tel. 02151-306644

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Volksbank Krefeld
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